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06.05.2019

Südbau übergibt Bürogebäude dem Ev. Verwaltungs- und Versorgungsamt Mittelbaden

Einweihungsfeier zum Neubau in Bretten.

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Projektentwicklung- / management: Südbau übergibt Bürogebäude dem Ev. Verwaltungs- und Versorgungsamt
Mittelbaden

Einweihungsfeier zum Neubau in Bretten.

Relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit hat am Samstag eine Einrichtung ihr neues Domizil bezogen, ohne die in
den Gemeinden des evangelischen Kirchenbezirks Bretten-Bruchsal nicht viel ging. Gleiches gilt für die
Kirchenbezirke Karlsruhe Land und Pforzheim Land. Die Rede ist vom Evangelischen Verwaltungs- und Serviceamt
(VSA) Mittelbaden, das in Bretten beheimatet ist und für die 74 Kirchengemeinden der drei Kirchenbezirke
zuständig ist. Die Einrichtung, die in früheren Jahren unter dem Namen Rechnungsamt firmierte und zuletzt auf
drei Standorte in der Melanchthonstadt verteilt war, hat mittlerweile die Arbeit in ihrem funkelnagelneuen
Verwaltungsgebäude in der Hermann-Beuttenmüller-Straße 12 aufgenommen – in unmittelbarer Nachbarschaft
zum neuen Domizil der Diakonie.

„Es ist geschafft“, bekundete Karl-Peter Niebel, der Vorsitzende des Verwaltungsrats, bei einem Empfang mit
geladenen Gästen, ein lang gehegter Wunsch der Einrichtung und ihrer Mitarbeiter sei in Erfüllung gegangen. Mit
der Brettener Südbau GmbH habe man das Projekt realisiert. Die ersten diesbezüglichen Gespräche hätten im
Dezember 2014 stattgefunden, der Spatenstich sei im Oktober 2017 erfolgt.

„In 14 Monaten Bauzeit wurde das Vorhaben umgesetzt“, bekundete Südbau-Geschäftsführer Markus Vierling. Das
besondere dabei: Die Mitarbeiter seien in Workshops in die „Komposition der Räumlichkeiten“ miteinbezogen
worden. Investor Wolfgang Härdle, der das Gebäude von Südbau gekauft hat und es nun an die VSA vermietet,
äußerte sich sichtlich zufrieden mit seinen Mietern. „Es war Sympathie von Anfang an“, erklärte er bei der kleinen
Feierstunde und brachte seinen Respekt für die gelungene Gestaltung der modernen Büroräume zum Ausdruck.

Auch Oberbürgermeister Martin Wolff zeigte sich sehr zufrieden damit, dass die Verwaltungsstelle nun auf dem
vormaligen Mellert-Fibron-Gelände Quartier bezogen hat – in unmittelbarer Nähe der Diakonie, des
Pflegestützpunktes und des Altenzentrums. Wobei zur „sozialen Meile“ in absehbarer Zeit auch noch eine neue
Kindertagesstätte hinzukomme. Ein ansprechendes, menschenfreundliches Domizil sei dies, befand das
Stadtoberhaupt bei der Besichtigung des VSA-Verwaltungsbebäudes.

An die Notwendigkeit des Umzugs erinnerte Thomas Fremdt, der Geschäftsführer des VSA Mittelbadens angesichts
der Aufgaben und Mitarbeiterzahlen, die sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt hatten. Ein paar
Zahlen machen die Dimensionen der Aufgaben deutlich, die die mittlerweile 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Serviceamts zu bewerkstelligen haben: Die Einrichtung betreut 3 200 Personalstellen, zahlt jeden Monat rund vier
Millionen Euro an Gehältern an die kirchlichen Mitarbeiter aus, investiert Jahr für Jahr rund 4,5 Millionen Euro in
Baumaßnahmen der 74 Kirchengemeinden und bearbeitet einen Haushalt von 138 Millionen Euro.

„Unsere Mission ist, dass sich unsere Kunden voll für das Evangelium einsetzen können. Wir kümmern uns um die
Verwaltung“, lautet das Motto des Serviceamts, das dessen Kernaufgabe auf den Punkt bringt: Den
Kirchengemeinden den Rücken von übermäßigen Verwaltungsaufgaben freizuhalten, damit diese sich verstärkt
ihrer ureigentlichen Aufgabe widmen können. So macht das Verwaltungsamt unter anderem die Buchhaltung für
die Kirchengemeinden, begleicht Rechnungen, erstellt Jahresabschlüsse und Haushaltspläne, rechnet die
Kindergärten mit den Gemeinden ab und besorgt für 28 der 86 Kindertagesstätten auch die Geschäftsführung.

Der Rundgang durch das dreigeschossige Gebäude führt durch helle, moderne Büroräume. An den Wänden
Whiteboards mit vielen Infos, Tabellen und Merkzetteln. „Wir visualisieren die Arbeitsprozesse“, erläutert Fremdt
das Konzept. Tischtelefone sucht man hier vergeblich, die Mitarbeiter sind mit Headsets ausgestattet. „Es gibt
Räume zum Kommunizieren, Räume für Schulungen, aber auch abgeschottete Arbeitsplätze für Arbeiten, die eine
besondere Konzentration erfordern. Dazu auch Sitzecken und eine Teeküche.

„Das alte Führungsmodell mit starken Hierarchien, starren Gesetzen und penibler Kontrolle ist nicht zukunftsfähig“,
erklärt der Geschäftsführer. Stattdessen pflege man ein neue Unternehmenskultur. „Wir sprechen viel miteinander
und geben Feedback und üben eine angstfreie Kultur im Umgang mit Fehlern ein“, bekundet Fremdt. Alle
Mitarbeiter seien in gewaltfreier Kommunikation geschult und arbeiteten selbstverantwortlich. „Friede sei mit allen,
die hier arbeiten, und mit allen, die hier mit ihren Fragen kommen, Antworten bekommen und zufrieden ihres
Weges ziehen“, lautet der abschließende Wunsch und Segen von Dekanin Gabriele Mannich. Musikalisch hatten
Bezirkskantorin Bärbel Tschochohei am Piano und Kristin Kares an der Violine den Empfang begleitet.

Quelle: BNN 04.05.2019 / Redaktionsmitglied Hansjörg Ebert

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