18.11.2021
SPATENSTICH BEI ZWEITEM BAUABSCHNITT DES DIENSTLEISTUNGSZENTRUMS - Südbau investiert insgesamt 27 Millionen Euro

Bretten (ger) Auf dem Mellert-Fibron-Areal wird derzeit kräftig gebaut. Entlang der Bahnlinie nimmt unter der Ägide der Kommunalbau ein großes Parkhaus, das auch als Schallschutz fungieren wird, Gestalt an. Auf dem Grundstück am Kreisel der Hermann-Beuttenmüller-Straße, gegenüber dem Technischen Rathaus, wurde nun mit einem Spatenstich der Startschuss für den zweiten Abschnitt eines Dienstleistungszentrums mit Wohnungen gegeben. Investor und Planer ist die Südbau Ingenieur- und Planungsgesellschaft.
Rund 220 Arbeitsplätze am Standort
Südbau-Geschäftsführer Markus Vierling erläuterte das Projekt. 2015 habe man das Konzept im Gemeinderat vorgestellt, schon zwei Jahre später mit dem ersten Bauabschnitt begonnen. Die 3.700 Quadratmeter Fläche in den Gebäuden C und D, die Anfang 2019 bezogen wurden, seien voll ausgelastet, unter anderem sind dort das Diakonische Werk und das Evangelische Verwaltungs- und Serviceamt Mittelbaden (VSA) untergebracht. Insgesamt 100 Arbeitsplätze seien dort ansässig. In den Gebäuden A/B, die miteinander über ein Treppenhaus mit Aufzügen verbunden sind, werden weitere rund 120 Arbeitsplätze in einem konjunkturunabhängigen Branchenmix entstehen. Ein Großteil der Firmen, die sich dort ansiedelten – über 90 Prozent der Fläche sei bereits vertraglich vergeben –, käme von außerhalb, so Vierling. Von insgesamt 5.500 Quadratmetern Fläche würden 2.450 Quadratmeter als Wohnfläche vermarktet. Es entstehen 30 Wohnungen. Anwesend waren beim Spatenstich auch die Familie Stromberger vom Verein FAM, die die Kindertagesstätte in einem Gebäude betreiben wird, sowie Andreas Kößler, der dort ein Café mit gläserner Bäckerei eröffnen wird.
Bürgerinitiative pro Rechberg möchte im neuen Ärztehaus eine Radiologie unterbringen
Von unserem Redaktionsmitglied Hansjörg Ebert Bretten. Die Bürgerinitiative pro Rechbergklinik hat das Thema „MRT für Bretten“ bei einer Infoveranstaltung der Brettener Aktiven erneut zur Sprache gebracht. Eigentlich ging es an diesem Abend um die künftige Hausarztversorgung in Bretten. Dabei präsentierte auch die Brettener Firma Südbau ihre Pläne für das Ärztehaus und den Gesundheitscampus, die unmittelbar neben der Rechbergklinik entstehen sollen.
Und genau in diesem Ärztehaus könnte eine Radiologie mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) – auch als Kernspintomographie bekannt – einziehen. Eine Fläche von rund 250 Quadratmetern hat Südbau für die Ansiedlung einer solchen Praxis bereits im ersten Obergeschoss reserviert. Und zwar genau so, dass man das schwere Gerät auch problemlos anliefern kann, wie Geschäftsführer Markus Vierling ausführte. Auch einen Karlsruher Radiologen habe man bereits an der Hand, der gerne in Bretten investieren würde, bekundete Marion Klemm von der Bürgerinitiative, die das Thema aufwarf. Sie verwies auf die Synergieeffekte, die sich mit einer solchen Ansiedlung ergäben. Man habe einen Investor, eine passende Immobilie, eine Klinik gleich nebenan, dazu ein großes Einzugsgebiet und einen entsprechen den Bedarf: Viele gute Gründe also, einen Kernspintomographen in die Große Kreisstadt zu bekommen. Zumal es in Bruchsal mindestens vier solcher Geräte gebe, in Bretten jedoch keines.