04.05.2026
Ein neues Ärztehaus für Bruchsal



„Wir alle wissen mittlerweile, […] dass wir in der ärztlichen Versorgung ein Problem bekommen,“ so Oberbürgermeister Sven Weigt. „Eine älter werdende Bevölkerung bringt neue Anforderungen mit sich, nicht nur im Bereich Wohnen, sondern vor allem bei der medizinischen Versorgung.” Genau darüber wurde jüngst im Bruchsaler Stadtstudio gesprochen. Thema war das Ärzethaus, dass bis Ende 2027 unterhalb der Bruchsaler Stirumklinik gebaut werden soll.
Was genau geplant ist, welche Ideen dahinterstehen und warum das Projekt für die Region so wichtig ist, darüber sprechen Oberbürgermeister Sven Weigt und Projektentwickler Markus Vierling im Studiotalk mit Gastgeber Ulrich Konrad.
Die Themen in diesem Gespräch:
Wie attraktiv muss ein Ärztehaus heute sein, damit sich Ärztinnen und Ärzte dort ansiedeln?
Was macht einen Standort attraktiv – Lage, Erreichbarkeit, Parkplätze?
Und was bedeutet das Projekt ganz konkret für die Menschen in Bruchsal?
Mit Markus Vierling sitzt dabei ein erfahrener Projektentwickler im Studio. Der Geschäftsführer und Gesellschafter der Südbau aus Bretten beschäftigt sich seit rund 15 Jahren intensiv mit Gesundheitsimmobilien. Mit seinem Team aus Architekten und Ingenieuren realisiert er Projekte, die weit über klassischen Wohnbau hinausgehen.
Ein aktuelles Beispiel: In Bretten entsteht derzeit ein Ärztehaus mit rund 4.200 Quadratmetern Fläche direkt an der Rechbergklinik. Auch im Landkreis Karlsruhe, in Pforzheim und Ludwigsburg ist Südbau regelmäßig an entsprechenden Vorhaben beteiligt. Vierling gilt in der Region als gefragter Ansprechpartner, wenn es um komplexe Projekte im Gesundheitsbereich geht.
Dabei geht es längst nicht nur um Gebäude, sondern um funktionierende Konzepte: abgestimmt auf medizinische Anforderungen, wirtschaftliche Nutzung und die Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Genau diese Erfahrung bringt Vierling auch in das Projekt in Bruchsal ein.
„Wenn es irgendwo klemmt, muss die Kommune helfen“
Auch für die Stadt ist das Projekt ein wichtiger Baustein. Die Herausforderung sei schon lange bekannt: Hausärzte, Fachärzte, Kinderärzte oder auch andere medizinische Angebote würden zunehmend knapp. Ziel sei es deshalb, frühzeitig gegenzusteuern und die Versorgung langfristig zu sichern.
Das geplante Gebäude geht dabei bewusst über ein klassisches Ärztehaus hinaus. Neben Arztpraxen sind auch Wohnungen sowie ergänzende Angebote, wie etwa eine Bäckerei, eine Apotheke und weitere Geschäfte, vorgesehen. Dahinter steckt ein klares Konzept: Der Standort soll belebt sein und auch über den reinen Praxisbetrieb hinaus funktionieren.
„Diese Symbiose aus Wohnen und medizinischer Nutzung ist heute wichtig.“
Bis zur Umsetzung war es allerdings ein langer Weg. Grundstücksfragen, bestehende Eigentumsverhältnisse und zahlreiche Abstimmungen mit Stadt, Landkreis, Klinikträgern und weiteren Beteiligten haben das Projekt über mehrere Jahre geprägt. „So etwas funktioniert nur, wenn alle zusammenarbeiten“, sagt Vierling. Auch Weigt spricht von intensiven Abstimmungen und einer gemeinsamen Strategie für den Standort.
Wie das neue Ärztehaus konkret aussehen soll, welche Nutzungen im Detail geplant sind und welche Perspektiven sich für Bruchsal ergeben, sehen Sie im vollständigen Studiotalk im Video.
(Quelle: Landfunker.de, 23.03.2026)